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Thursday, September 22 - 02:56

Neue Zweifel am Konzept von W�ldern als CO2-Senken

Posted by Melody in Engineering

Eine neue Studie des Labors für Klimawissenschaft und Umwelt in Gif-sur-Yvette (Frankreich) in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Einrichtungen deutet darauf hin, dass die Bindung von atmosphärischem CO2 durch Wälder in Zukunft stark in Frage zu stellen ist. Das Team unter Leitung von Philippe Ciais hat herausgefunden, dass während des heißen Sommers 2003 mehr CO2 von den europäischen Wäldern in die Atmosphäre abgegeben wurde, als von den Pflanzen aufgenommen wurde. Anscheinend wurde das Pflanzenwachstum durch die Hitze stark beeinträchtigt, was zu einem Netto-CO2-Fluss von der Vegetation in die Atmosphäre führte (siehe diese Meldung in "Nature").

Als Ergebnis könnte die Hoffnung, dass höhere Durchschnittstemperaturen das Pflanzenwachstum verstärken und damit den Senkeneffekt der Vegetation erhöhen könnten, vergeblich sein, wie der Guardian schreibt. Ganz zu schweigen von dem möglichen Konsequenzen für die Baseline-Bestimmung für CDM-Forstprojekte.

Übrigens: Gleichzeit deutet eine neue Untersuchung von Dr Gillett von der Klimaforschungsgruppe der University of East Anglia darauf hin, dass die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf das lokale Wettergeschehen (z.B. Stürme oder Hitzewellen) stärker sein könnte als in den heutigen Klimamodellen abgebildet. Ursache dafür sei, dass die Auswirkung des globalen Klimawandels auf den Luftdruck noch nicht ausreichend in den Modellen abgebildet ist (siehe EurekAlert unter Bezug auf einen Nature-Bericht).

Mit anderen Worten: Der Einfluss der globalen Klimaerwärmung auf das Wetter könnte stärker sein als erwartet, und dies könnte eine positive Rückkopplung auf die Klimaerwärmung selbst haben (durch eine Verminderung der Senkenwirkung der Wälder).


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