Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, hat in der Financial Times Deutschland erneut die sofortige Aussetzung des europaweiten Emissionshandels gefordert.
"Die ungleiche Behandlung der Industrie in den europäischen Ländern führt zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung", zitiert ihn die FTD. Im Gegensatz zu den deutschen Stahlkochern würden ihre Konkurrenten in Italien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Österreich im Übermaß mit Emissionsberechtigungen ausgestattet. Ameling: "Dieses Grundproblem muss zuerst in Brüssel gelöst werden."
Gleichzeitig widersprach Ameling, der Behauptung des VDEW, die Stahlindustrie preise wie die Stromkonzerne die Opportunitätskosten der Emissionsrechte in ihre Produkte ein. Dies sei aufgrund des globalen Wettbewerbs in den Eisen- und Stahlmärkten gar nicht möglich, und auch durch die Preisentwicklung im letzten Jahr widerlegt.